Auf ihrer Ortshauptversammlung 2018 beschäftigte sich die CSU Feucht vor allem mit kommunalpolitischen Themen aus den letzten Monaten. Der Ortsvorsitzende Alexander Hommel in seinem Rechenschaftsbericht:“ Die von der CSU durchgeführten Veranstaltungen orientierten sich auch 2017 an den Interessen unser Bürgerinnen und Bürger und wurden daher gut angenommen.“
Die seit vielen Jahren für karikative Zwecke durchgeführte Christbaumsammlung, die Boulefeste, Informationsveranstaltungen über die linksradikalen Krawalle anlässlich des G 20 Gipfels in
Hamburg und das Bayerische Integrationsgesetz sowie der überarbeitung des Flächennutzungsplans für Feucht als aktive Zukunftsgestaltung waren Themen, die auch das Interesse der Bürgerschaft an Politik förderten. Kompetente und prominente Ehrengäste zu Veranstaltungen, wie z. B der ehemalige bayerische Finanz- und Heimatminister und neue Ministerpräsident Markus Söder, der Finanzstaatssekretär Albert Füracker, Bundeslandwirtschaftsminister a.D. Christian Schmidt, IHK Präsident Dirk von Vopelius und schließlich auch Thomas Goppel, der sich der Sorgen der Senioren annahm, waren interessante Persänlichkeiten, die ihr politisches Engagement anschaulich und eindrucksvoll darstellten. Ein Wochenendseminar in der Partnergemeinde Crottendorf im Erzgebirge reaktivierte die Partnerschaft beider Gemeinden und sorgte auch für intensivere Kontakte zur dortigen Schwesterpartei CDU. Das Resümee von Alexander Hommel: „Alles in allem, ein Jahr auf das die CSU mit ihren Aktivitäten stolz sein kann“.

Bürgermeister Konrad Rupprecht trat an diesem Abend als Kreisrat auf und skizzierte Schatten und Licht in der Arbeit der Kreistagspolitik. Erfreulich findet Ruprecht die Senkung der Kreisumlage und damit wohl auch die Erweiterung des finanziellen Spielraums der Kommunen. Andererseits müssten beim Haushalt des Landkreises auch die Aufwendungen für die Reihe von Erweiterungen und Sanierungen mancher Schulgebäude eingeplant werden. Als Trauerspiel bezeichnete Kreisrat Rupprecht die wegen der gewaltigen Stellenmehrungen in den letzten Jahren notwendig gewordene bauliche Erweiterung des Landratsamts. “ Bis jetzt liegen aber leider immer noch keine Läsungen dafür vor“. Seit der letzten Machbarkeitsstudie 2015 gibt es nur „völlig konfuse und oft nicht nachvollziehbare Zahlen“.

Die Fraktionsvorsitzende der CSU im Feuchter Gemeinderat, Karin Reiwe, konnte sich im Großen und Ganzen mit positiven Entwicklungen beschäftigen. Sie begrüßte den Bebauungsplan für die
neue Senioreneinrichtung in Feucht, bemängelte aber, dass die von der SPD gelobte Arbeitsgruppe, zwar die Möglichkeiten von Informationen eräffneten, aber „Mitreden konnten wir nicht wirklich“. Erfreulich sei die Entwicklung in der Sternstraße: “ Zum Jahresende wird die dort entstehende Kindertageseinrichtung ihren Betrieb aufnehmen, und die notwendigen Sozialwohnungen dort sind auch in der Planung.“

Mit der Verknüpfung von wichtigen Gestaltungsvorgaben im Ortskern wie Sailer-Areal und Reichswaldhalle, die Zukunft der beiden Museen somit auch das Andenken einer veränderten Kulturlandschaft, veranschauliche den Willen der CSU, hier ganz nah am Ball zu bleiben. Das Thema Flächennutzungsplan und damit die Bereitschaft zu Veränderungen sei nach wie vor ein wichtiges Thema, in der Konkurrenz der Gemeinden untereinander mitzuspielen zu kännen. Die kommunalpolitischen Auseinandersetzungen in der letzten Zeit betrachtet Karin Reiwe mit Sorgen: “ Oft wird von unseren politischen Gegnern mit Polemik und Unwahrheiten gearbeitet“! Manchmal erscheine das auch etwas absurd, wenn z. B. bei Flächenänderungsanträgen in Moosbach ein „zweites Parkside“ gefürchtet wird. Und eine ungerechtfertigte Kritik am gelungenen Parkside trifft schließlich auch die Bürger, die sich jetzt dort gut eingelebt haben und eine wesentliche demographische Zukunftssicherung für Feucht sind.

Axel-Wolfgang Schmidt

Rückschau und Perspektiven der CSU in Feucht