Einstimmig wurde im Marktgemeinderat dem Haushalt für das Jahr 2018 zugestimmt. Insgesamt kann man guten Gewissens sagen, ein Haushalt sollte die Werte und die Prioritäten unserer Gemeinde und seiner Einwohner widerspiegeln – und das tut unser Haushalt. Das Gesamtvolumen des Haushaltes beträgt fast 40 Millionen Euro, was erneut eine Erhöhung zum Vorjahr ausmacht. Die jährlichen Steigerungen sind überwiegend auf den gestiegenen Verwaltungshaushalt zurückzuführen.

Ein Großteil der Investitionen und Ausgaben liegen im sozialen Bereich. So steigen die Ausgaben
für Kindergarten und Kindertagesstätte kontinuierlich von Haushaltsplanung zu Haushaltsplanung. Unsere Kinder sind uns diese Steigerungen natürlich wert, aber der Haushalt wird in absehbarer Zeit an seine Grenzen stoßen, wenn die Ausgaben sich weiter so entwickeln wie in den letzten Jahren. Dazu kommt, dass wir bisher immer auch bei den Wünschen der Feuchter Schulen sehr aufgeschlossen waren und Unterstützung weit über das vorgeschriebene Maß gewährt haben. Im Vergleich zu anderen Gemeinden in Nürnberger Land sind wir was unsere Hort, Kindergärten und -krippen und Schulen angeht absolut Top. Es ist aber keine Selbstverständlichkeit, immer auf alle Wünsche mit einem Ja zu reagieren – und es kann die Zeit kommen, diese Wünsche noch genauer auf ihre Wichtigkeit und absolute Notwendigkeit zu überprüfen.

Neuen Schuldenaufnahmen für nicht unbedingt erforderliche Ausgaben werden wir seitens der CSU Fraktion auch in der Zukunft nicht zustimmen. Auch wenn es so gut wie sicher ist, dass die Straßenausbaubeitragssatzung in Bayern abgeschafft werden soll und somit Behörden wie das Landratsamt in Lauf diese nicht mehr als „Drohung“ verwenden können, so ist dies kein Freibrief für eine Neuverschuldung in Feucht. Zudem erwarten wir eine Ausgleichsfinanzierung durch den Freistaat, wenn die „Strabs“ abgeschafft wird. Unser Ziel ist es als CSU Fraktion, die Pro Kopf Verschuldung der Feuchter Bürgerinnen und Bürger nicht weiter ansteigen zu lassen – ja sie auf lange Sicht wieder reduzieren zu können.

Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung zeigt sich auch dieses Jahr bei einem Blick auf die Prioritäten-Liste des Bauamtes. Es ist außergewöhnlich, was wir hier der Markt Feucht leistet und unseren Bürgerinnen und Bürgern bietet. Hier erkennt man deutlich den Versuch unseres Bürgermeisters und der Verwaltung, mit Unterstützung der CSU Fraktion die Lebensqualität in Feucht hoch zu halten. Ein großes Thema waren und werden noch die Bewertungen im Stellenplan und die teilweise neuen Ansätze sein. Dass so eine Bewertung fast immer mit einer Erhöhung der Personalkosten einhergeht, war uns allen vorher klar. Der neutrale Blick von außen auf die Qualifikation und Leistungen unserer Beschäftigten ist wichtig – gute Arbeit soll auch dementsprechend belohnt werden.

Die CSU Fraktion hat dem Stellenplan, der Haushaltssatzung und dem Haushaltsplan 2018 einstimmig zugestimmt und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit während den Beratungen bei den anderen Fraktionen und bei unserem Bürgermeister, dem Kämmerer und den anwesenden Amtsleitern sowie deren Mitarbeitern.

Alexander Hommel

Solider Haushalt – finanzielle Leistungsfähigkeit muss erhalten bleiben